Hail, Satan! oder: Mein erster Stampin Up-Abend

Wie die geneigte Leserschaft ja bereits hinlänglich wissen dürfte, bin ich eine begeisterte DIY-Künstlerin mit viel Augenmerk auf Papier-Kreativität.
Nun hatte ich bei einer Adventausstellung im letzten November zwei Damen kennen gelernt, die auf ihrem Stand u.a. Stamping Up-Schacheln und anderen diversen Schnick-Schnack verschleuderten verkauften. Da die beiden sehr nett waren, kamen wir länger ins Gespräch und ich bat am Ende des Tages darum, bei der nächsten Gelegenheit eines gemeinsamen Bastelabends doch mal mitmachen zu dürfen, um meine Neugier zu diesem speziellen Marken-Thema live und in Farbe zu befriedigen. Da ich die ganze Chose nur aus dem Internet kannte und mich doch arg über die unverschämten völlig überteuerten sehr hohen Preise der Materialien gewundert hatte, wollte ich diesem Phänomen einmal selber nahe kommen.

Gestern Nachmittag nun war es endlich soweit und ich durfte die heiligen Hallen bzw. die Wohnung einer mir völlig fremden Damen betreten, die die aktuelle Gastgeberin für eine Demonstration war. Ich wurde herzlich willkommen geheißen, kurz den anwesenden Damen und Mädchen vorgestellt und durfte am bereits vorbereitetem Tisch Platz nehmen. Nachdem ich ein paar Basics (Schneidematte, Schere, Cuttermesser, Kleber etc.), die jeder mitbringen musste, ausgepackt hatte, ging es auch schon los.
Die Demonstratorin stellte 3 kleine Projekte vor (Grußkarte, 6-Eckschachtel, Eierkarton für Ostern), die gerade neu im aktuellen Katalog sind und wir an diesem Nachmittag fertigen sollte. Nachdem das Material verteilt war, werkelten wir fleißig drauf los und ich hatte meinen Spaß, genau wie die anderen fünf Damen bzw. das eine Mädchen.

Was mich allerdings von Anfang an wunderte, war, dass sich alle (!) Mitbastelnden zu mindestens 98% an die von der Demonstratorin erstellten Objektmuster hielten und genau darauf achteten, dass Zuschnitte, Stanzungen und Dekoelemente genau mittig, im Lot und rechtem Winkel waren.
Da hätte ich eigentlich schon stutzen müssen … denn ich bin keine Liebhaberin vom Gleichschritt.

Und als ich dann tatsächlich meine Grußkarte mit einem Text versehen wollte und den Stempel dafür extra schräg und nicht exakt in der Waagerechten über das Papier hielt, schrie die Demonstratorin auch schon in solch einer Vehemenz „Halt!!! Nicht stempeln!!! Das wird doch schief!“, dass mit einem Schlag alle Augen auf mich gerichtet waren. Mein Einwand, das wäre doch Absicht, schuf noch größeres Entsetzen in den mich umgebenden Gesichtern.
Die Weiber sahen mich an, als hätte ich ein nacktes Neugeborenes, an dem noch Blut und Nabelschnur klebten, aus meiner Tasche gezogen, vor mir auf den Tisch gelegt und versucht, es mit einem Stempel Satan zu opfern.

In diesem Augenblick wusste ich: Das wird nix mit mir und Stampin Up. Wenn man noch nicht mal in Ruhe sein Erstgeborenes dem Teufel opf… äh, einen Stempel schräg auf das Papier setzen darf, dann bin ich da definitiv falsch.

Es werde Licht! Part Two – Schneeflocken-Resteverwertung

Schneeflöckchen, Weißröckchen …

In meinem letzten Post habe ich geplottete Motiv-Lichtboxen aus Fotokarton vorgestellt. Unter anderem habe ich auch welche mit einer riesigen Schneeflocke gemacht.

Das ausgeschnittene Innenleben fand ich aber viel zu schön, um es einfach im schnöden Altpapier zu entsorgen. Und so habe ich es mit Silberschnur aufgefädelt und als Winterdeko für 2 unserer Wohnungsüren geupcycelt weiterverwendet. Ich finde, es sieht total toll aus!

Es werde Licht! – Motiv-Lichtbox aus Fotokarton mit Lichterkette

Ein schnelles und günstiges Geschenk – nicht nur für Weihnachten.

Mit meiner neuen Cameo 3, die letzten Dienstag dank der Cyber-Monday-Woche bei uns eingezogen ist, musste ich natürlich gleich was passendes zur Jahreszeit ausprobieren und habe mich für eine ganz einfache Motiv-Lichtbox aus Fotokarton entschieden.

Die Datei habe ich aus zwei verschiedenen Dateien zusammen gestrickt und dann aus goldenem und roten 300g-Karton ausgeplottet. Schwuppdiwupp die Ecken zusammen geklebt und bei der Gold-Variante noch transluzentes Bastelpapier hinter den Cutout geklebt.

Den Coutout der roten Schachtel habe ich offen gelassen und nur den Boden mit silberner Alu-Bastelfolie als Reflektor für das Licht ausgeklebt. Man kann dafür natürlich auch einfache Haushalts-Aluminiumfolie bzw. auch goldene Bastelfolie nehmen.

Die transparente 10er Mini-LED-Lichterkette hat bei der eBucht nur 1,99 € (plus 4,90 € Versand) gekostet (Habe gleich 15 Stück in warmweiß bestellt, weil ich noch mehr Boxen für den Verkauf fertigen will.) und wird mit 3 Mignon-Batterien bzw. Akkus betrieben.
Diese habe ich einfach mit T*sa-Folie am Boden festgeklebt.

Insgesamt hatte ich für die goldene Box in 20 x 20 cm Materialkosten von ca. 4 €, für die rote in 25 x25 cm 3,50 €.

Deckel drauf et voilà:

 

 

Weihnachtsdeko für Raucher – selbstgedrehte Sterne

Nein danke, ich drehe selbst …

Nach 2 Jahren des festen Vornehmens habe ich es endlich geschafft, den Entstehungsprozess der (irgendwann mal angekündigten) selbstgedrehten Weihnachtssterne zu dokumentieren.
Achtung! Ziemliche Fummelarbeit.

Man nehme:
  • Aluminium-Bastelfolie
  • runden Deckel (∅ 5 – 7 cm)
  • angespitzten Bleistift
  • runde Nagelschere
  • kleine Bastelschere
  • Kleber
Man gehe wie folgt vor:
  • Auf der möglichst glatt ausgelegten Folie werden mit dem Bleistift (oder Kugelschreiber etc.) und dem runden Objekt flächendeckend Kreise aufgemalt (Hier wurde ein Crèmedeckel mit einem ∅ von 6,5 cm verwendet.)  und anschließend in kleinere Stücke der Handlichkeit wegen grob in kleinere Stücke zurecht geschnitten.

 

  • Dann schneidet man mit der runden Nagelschere die Kreise aus, oder verwendet fertig geschnittene Kreise aus dem Handel, oder benutzt einen Schneideplotter.
    TIPP: Es muss nicht alles hundertprozentig perfekt sein, da man es später durch das Zusammenrollen eh nicht mehr sieht.

 

  • Um saubere Schneidemarkierungen zu erhalten, faltet man die Kreise 1 x in der Mitte, sodass ein Halbkreis entsteht, dann nochmals auf einen Viertelkreis und ein letztes Mal auf einen Achtelkreis falten. Man kann diesen Schritt auch durch das Aufzeichnen von entsprechenden Linien ersetzen.
    Anschließend schneidet man entlang der (Falt-) Linien ca. ¾ der Länge nach in den Kreis. So weit reinzuschneiden ist wichtig, da sonst die Folie beim Zusammendrehen einreißt.

 

  • Mithilfe des spitzen Bleistiftes formt man aus jeder entstandenen Lasche kleine Tüllen und dreht sie dann ganz vorsichtig nur mit den Fingern noch ein wenig enger zusammen und gleichzeitig dünner. Zum Ausbessern der dabei unweigerlich leicht zusammengedrückten Folie schiebt man den Bleistift vorsichtig in die breite Öffnung und bringt die Tülle sanft wieder in Form.

 

  • Für einen Stern braucht man 8 solcher Rohformen, jeweils 4 für eine Hälfte.
    Die vier Rohformen werden nun mit einem Klecks Kleber leicht versetzt ineinander gesteckt und in der Mitte fest angedrückt. Bei der letzten kann man die stumpfe Rückseite des Bleistiftes dafür verwenden. Gut trocknen lassen, sonst fällt alles wieder auseinander.

 

  • Jetzt kann man die beiden Hälften entweder mit einer Schlaufe aus Bindfaden zum Aufhängen zusammenkleben oder man macht entlang eines sehr langen Fadens oder breiteren Satinbandes eine schöne Girlande daraus.
Viel Spaß beim Nachmachen!